Insolvenzrecht

Die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens oder auch einer Privatperson kann aufgrund widriger Umstände zur Zahlungsunfähigkeit (Insolvenz) führen.

Für diesen Fall sind nach vor allem den Grundsätzen der Insolvenzordnung Verfahrensgrundsätze und umfangreiche Maßnahmen vorgesehen, die die Unternehmerinsolvenz - bzw. für Privatpersonen das Schuldenregulierungsverfahren - zum Inhalt haben.

Grundsätze:

Grundsatz der Insolvenzordnung ist die Gleichbehandlung der Gläubiger. In diesem Interesse dient das Anmeldungs- und Prüfungsverfahren der Feststellung berechtigter offener Forderungen der Gläubiger. Das folgende Verwertungs- und Verteilungsverfahren dient der anteiligen Befriedigung der Gläubiger.

Konkurs eines Unternehmens:

Durch den Konkurs wird das Unternehmen zerschlagen. Die im Konkursverfahren nicht befriedigten Forderungen bleiben weiter aufrecht bestehen.

Eine Alternative zum Konkurs ist das Sanierungsverfahren. Es beendet das Verfahren, ohne das Unternehmen zu zerschlagen und ohne, dass nach seiner Abwicklung noch weitere offene Forderungen der Gläubiger bestehen bleiben. Sein wesentlicher Vorteil liegt daher im Fortbestand des Unternehmens und seiner Arbeitsplätze. Voraussetzung ist allerdings die Abfindung der nicht bevorrechtigten Gläubiger mit einer Quote von mindestens 20 %.

Insolvenz eines Privaten:

Dem Privaten soll durch das Schuldenregulierungs-Verfahren ein Neustart ermöglicht werden.

Strafrechtliche Komponente:

Eine strafrechtliche Komponente liegt für Verantwortliche einer Insolvenz insbesondere in den Bestimmungen über grobfahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen und betrügerische Krida (§ 159, 156 StGB).